Auẞenministerium
der Volksrepublik Donezk

ERKLÄRUNG VON NATALIA NIKONOROWA ZUR INITIATIVE DER REPUBLIK FÜR ERWEITERTE TREFFEN IM NORMANDIE FORMAT

05 Juli 2021
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Wir begrüßen nicht und sehen keine Möglichkeit, das Normandie-Format in irgendeiner Form zu ändern, auch nicht in der Form der Einbeziehung der Vereinigten Staaten in seine Zusammensetzung. Wir stimmen jedoch einer einmaligen Teilnahme auf paritätischer Basis mit den LVR und DVR zu. Wir haben sogar eine solche Initiative entwickelt, im Gegensatz zur Ukraine, die nur leere Aussagen äußert.

Wir könnten durch solche Verhandlungen den Vereinigten Staaten wahrheitsgetreue Informationen über die Situation im Donbass, die Sackgasse der Minsker Prozess aufgrund der Schuld Kiews, die Schwierigkeiten unsere Seite bei den Verhandlungen übermitteln.

Wir möchten darauf hinweisen, dass die von uns vorgeschlagene Option für ein einmaliges Treffen der politischen Berater im Normandie-Format ohne irgendwelche "Modernisierung" unter Beteiligung von Vertretern der Vereinigten Staaten und der Republiken einen guten Impuls für die Konfliktlösung geben könnte. Wir glauben, dass ein solches Vorgehen eine einheitliche Berichterstattung über die Ereignisse im Donbass gewährleisten und die Mauer der einseitigen Informationsentweihung seitens der Ukraine zerstören wird. Auch angesichts des Einflusses der amerikanischen Politik auf die Führung des ukrainischen Staates könnte man nach einem solchen Treffen auf eine Intensivierung des Prozesses einer friedlichen Beilegung hoffen.

Aber es ist ganz vorzeitig über friedliche Lösung des Konflikts zu sprechen. Kiew ist, wie wir schon längst bemerkt haben, nicht an einem unblutigen Szenario interessiert, sondern nur an einer Eskalation und dem Aufbau militärischer Kräfte. Ein weiteres Beispiel ist die Hartnäckigkeit, mit der die ukrainische Seite versucht, die Waffenlieferungen aus Berlin zu bekommen.

Wie wir sehen, verzerrt die Ukraine weiterhin die vorgeschlagenen Initiativen, was zu nichts Gutem führt, sondern nur zu einer weiteren Verschärfung an der Kontaktlinie und einer Stagnation im Verhandlungsprozess. Aber das Leben und das Wohlergehen der Menschen stehen auf dem Spiel, und wir sind sicher, dass die normalen Bürger der Ukraine diesen Krieg genauso beenden wie wir wollen. Das einzige, was uns von der punktuellen und vollen Umsetzung der Minsker Vereinbarungen trennt, ist die Gleichgültigkeit der ukrainischen Behörden gegenüber dem Schicksal ihres Volkes und der Donbass Bewohner. Und die Unterscheidung in diesem Zusammenhang ist kein Zufall, denn es ist Herr Kuleba, der glaubt, dass Ukrainer und Russen nicht ein Volk sind.

Wir unterstützen unsererseits voll und ganz alle Ideen und Szenarien, die den Minsker Vereinbarungen Leben einhauchen und ein Garant für einen langfristigen und nachhaltigen Frieden werden können. Wir betonen jedoch, dass solche Initiativen den Vereinbarungen von Minsk nicht zuwiderlaufen oder ihnen in irgendeiner Weise widersprechen sollten.