Auẞenministerium
der Volksrepublik Donezk

KIEW ERHÖHT DEN KONFLIKT MIT DER REALITÄT IN SEINEN AUSSAGEN - NATALIA NIKONOROVA

29 November 2021
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Der Realitätskonflikt unter den Vertretern der Ukraine wächst exponentiell: Genau zu diesem Ergebnis kommen wir, nachdem wir uns mit den nächsten Erklärungen vertraut gemacht haben, die diesmal von Herrn Kostin, stellvertretender Leiter der ukrainischen Delegation an der Minsker Vereinbarungen.

Andrej Ewgeniewich beispielsweise bedauert in einem Interview mit dem verhassten Fernsehsender Dom, dass der Fahrplanentwurf für die Umsetzung des Maßnahmenpakets "vom Verhandlungspartner nicht unterstützt wird". Aber hinter all diesem Bedauern vergaß Herr Kostin zu erwähnen, dass die von Kiew übermittelte Fassung dieses Dokuments zu 78 Prozent den Minsker Vereinbarungen widerspricht, viele absurde Positionen enthält und auch im ersten Absatz eine Bestimmung über die Rückkehr der ukrainischen Truppen in Donbass zu ihren ständigen Einsatzorten. Unter Berücksichtigung all dieser Details möchten wir die ukrainischen Unterhändler fragen: Verstehen Sie wirklich nicht, warum „Ihre Amtskollegen“, wie Sie die Republik nennen, gegen das von Ihnen gesendete Dokument sind?

Herr Kostin geht aber noch weiter und bedauert in seinem Interview, dass seine Amtskollegen sich angeblich "weigern, sich aktiv an der Diskussion um den Fahrplan zu beteiligen". In diesem Sinne bedauern wir aufrichtig, dass die Verhandlungen der Kontakt- und Arbeitsgruppen geschlossener Natur sind, da sonst jeder die Möglichkeit hätte, zu vergleichen, was bei diesen Treffen wirklich passiert und diesbezügliche Aussagen von ukrainischen Beamten - so ein Vergleich würde sehr deutlich zeigen, dass Kiew bei seinen Medienaktivitäten absolut nicht davor zurückschreckt, auf offene Lügen zurückzugreifen. Lassen Sie uns die Realität kurz beschreiben: Der Vorschlag zur Erstellung eines Fahrplans ist unsere Initiative, die entstanden ist, nachdem die ukrainischen Behörden eine Reihe normativer Rechtsakte verabschiedet und damit alle Möglichkeiten einer politischen Lösung blockiert haben. Wir haben unseren Fahrplanentwurf im Oktober 2020 geschickt, aber bisher haben wir kein Feedback von der ukrainischen Seite erhalten. Einen Monat später schickte Kiew eine eigene Version, die den Minsker Vereinbarungen zu drei Vierteln widersprach. Gleichzeitig haben wir dieses Papier sorgfältig studiert, unsere Kommentare übermittelt und die ukrainische Seite regelmäßig aufgefordert, daran zu arbeiten, Unterschiede in unserem Entwurf des Fahrplans zu beseitigen oder zumindest unsere Version anzupassen, um sie mit den Minsker Vereinbarungen in Einklang zu bringen. Aber die ukrainischen Behörden haben in dieser Frage nichts Konstruktives unternommen, sondern auch eine ganze Informationskampagne in den Medien gestartet, bei der sie allen aktiv erklärten, dass der Fahrplan angeblich ihre Initiative sei. Damals hielt der stellvertretende Leiter der ukrainischen Delegation, Herr Reznikow, vor einem Jahr an dieser Linie fest, und sein Nachfolger, Herr Kostin, entschloss sich, genau die gleichen Thesen der Öffentlichkeit zu präsentieren, offenbar in der Hoffnung, dass sein Publikum dies auch tut den wahren Stand der Dinge nicht kennen, oder die Geschehnisse des Jahres 2020 bereits vergessen hat und bereit ist, noch einmal das Ausbildungshandbuch von vor einem Jahr anzuhören.

Dennoch fordern wir die ukrainischen Unterhändler auf, nicht auf das schwache Gedächtnis und die Leichtgläubigkeit der Öffentlichkeit zu zählen. Vor allem, wenn die von Kiew geäußerte Lüge so offensichtlich „mit weißem Faden genäht“ ist. Es wäre besser, wenn der neue stellvertretende Leiter der ukrainischen Delegation an den Fehlern des bisherigen Vertreters arbeitet und zumindest keine Zeit mit der bereits immer wieder geäußerten Absurdität verschwendet, sondern maximal noch darüber nachdenkt, wie man konstruktiv vorgeht die deprimierende Lage auf politischer Ebene und, falls die Ukraine dennoch an einer Regelung und nicht an einer Nachahmung interessiert ist, um endlich damit zu beginnen, mit den Vertretern der Republiken einen einheitlichen Fahrplan für eine friedliche Lösung gemäß den Minsker Vereinbarungen abzustimmen.